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Bitte beachten Sie: dieser Beitrag ist nur als beratender Wegweiser gedacht. Er ersetzt keinesfalls den Gang zum Tierarzt.

Es ist verkehrt zu denken, dass Tiere Schmerzen anders Empfinden als Menschen. Aber auch da kann es natürlich individuelle Unterschiede geben, genauso wie bei Menschen.

Schmerzen sind für Menschen wie auch für Tiere sehr unangenehm. Schmerzen ist etwas was man bemerkt, aber ebenso hat es etwas mit dem eigenen Gefühlsempfinden zu tun

Schmerzen sind ein komplizierter Prozess, zum Teil wird Dieser geleitet vom Nervensystem oder auch über Schmerzerfahrungen. Das macht sich besonders dann bemerkbar, wenn man auf die Reaktionen bevorstehender Schmerzen achtet. Aufgrund dieses Aspektes gibt es keinen Unterschied vom Mensch zu Tier. Wenn man einem Tier jeden Tag Schmerzen zuführen würde (z. B. Spritzeneingabe), so würden die Reaktionen des Tieres von Tag zu Tag immer Schlimmer werden, da Ihm die Erfahrung gelehrt hat, das Spritzen Schmerzen verursachen.

Man sollte bedenken, dass Welpen und Junghunde über sehr geringe Schmerzerfahrung verfügen, dass bewirkt häufig, dass Sie Schwierigkeiten haben ihre Schmerzen konkret zu zeigen.

Es ist sehr schwierig zu beurteilen, wie starke Schmerzen ein Hund hat oder er vielleicht bekommen könnte. Es finden sich keine Messergebnisse bei der Beurteilung von Schmerzen. Zum Teil ist es abhängig davon wie gut man seinen Hunde und seine Reaktionen aus Schmerzen kennt.

Seien Sie Aufmerksam ob der Hund weiterhin mit dem Stärt wedelt als Antwort auf ein Kommando oder auf eine Berührung, selbst ob er moderate oder starke Schmerzen hat.

Deshalb darf das wedeln nicht als schmerzfreie Situation aufgefasst werden. Zusätzlich ist bei einigen Rüden bei der oben genannten Schmerzreaktion ein vorschieben des Penis zu beobachten

Schmerzen können nach einer Schmerzscala in 10 Stufen beurteilt werden, unter Berücksichtigung von den Reaktionen des Hundes und anderen Begebenheiten.

Wir haben hier als Beispiel Bauchschmerzen/ Schmerzen am Bein verwendet.

0-  überhaupt keine Schmerzen

Der Hund läuft, hüpft spielt und isst. Er sitzt und geht normal. Schläft und träumt gut.

Er fordert die normalen Schmuseeinheiten ein. Der Puls ist normal, kann aber etwas erhöht sein aufgrund von Aufregung. Der Hund passt seinen Pelz, wenn er keine Schmerzen hat. Der Appetit ist normal.

1-  wahrscheinlich keine Schmerzen

Der Hund wirkt normal, aber die Bewertung ist nicht so klar zu erkennen wie oben genannt. Der Puls sollte normal sein, oder leicht erhöht wenn der Hund aufgeregt ist.

2- leichtes Unbehagen

Der Hund isst und schläft, aber träumt vielleicht nicht. Er wedelt leicht oder versucht sich einer Berührung zu entziehen, wenn man z. B. eine Wunde berührt. Aber er zeigt keinerlei anderer Zeichen von Unbehagen oder wirkt niedergedrückt. Die Atmung kann etwas schneller sein, der Puls leicht erhöht. Der Hund wird öfters längere Zeit wedeln.

3- leichtere Schmerzen

Der Hund versucht seine Wunde zu schützen. Bei Bauchschmerzen liegt er häufig flach auf dem Bauch. Der Hund  sieht leicht Niedergedrückt aus und findet schlecht Ruhe. Er Zittert vielleicht etwas. Er scheint interessiert am Futter, frisst aber nur sehr wenig und ist wählerisch.- Es könnte eine weitere Entwicklung von Stufe 2 sein,  d. h es eine Veränderung von leichtem Unbehagen zum unruhig werden, wenn z. B. Schmerzmittel ihre Wirkung verlieren. Die Atmung kann erhöht sein und  auch flachatmig auftreten. Der Puls kann normal oder erhöht sein. Selbst bei Schmerzen kann es sein, dass die Hunde mit dem Stärt wedeln, deshalb ist es nicht gesagt, dass es dem Hund gut geht.

Schmerbehandlung wäre hier schon zu empfehlen

4- leichte bis moderate Schmerzen

Der Hund wiedersetzt sich einer Berührung, an der Stelle wo es Ihm schmerzt. Der Bauch ist gespannt und wund. Er geht etwas steif auf seinen 4 Beinen. Er guckt häufig zur Wunde und leckt die betroffene Stelle  wo die Schmerzen auftreten. Häufig sitzt der Hund oder liegt flach auf dem Boden. Er rollt sich nicht entspannt zusammen. Vielleicht  bleibt er mehrere Stunden in seiner Position liegen, ohne einen Stellungswechsel, da Ihm dies Schmerzen bereiten würde. Er zittert vielleicht. Der Hund ist vielleicht interessiert am Futter, frisst auch ein wenig, stoppt aber nach ein paar Bissen. Die Atmung ist erhöht und oberflächlich. Der Puls ist normal oder erhöht. Die Pupillen sind möglicherweise groß und geöffnet. Eventuell fiept der Hund er steht sehr langsam auf, beim aufstehen hängt der Stärt. Bei Schmerzen am Bein wird  versucht das Gewicht auf die gesunden Beine oder auf die Zehen  zu verlagern, um den Schmerz zu mindert. Der Hund wirkt Niedergedrückt.

Es sollte eine Schmerzbehandlung begonnen werden und der Tierarzt aufgesucht werden.

5- moderate Schmerzen

Der Zustand des Hundes ist verschlechtert in Bezug auf Stadium 4.Der Hund ist zu nichts zu bewegen. Er hat keinen Appetit. Eventuell schnappt er nach Ihnen, wenn Sie seine schmerzhafte Stelle berühren möchten. Der Hund  wird möglicherweise stark zittern oder auch schreien, wenn man versucht Ihn zu bewegen oder sich ihm nur nähert. Er versucht deutlich seinen Bauch zu beschützen, wenn die Schmerzen daher rühren. Bei Schmerzen im Bein, versucht er deutlich das kranke Bein nicht zu belasten. Die Ohren liegen an, Puls und Atmung sind erhöht. Kein Interesse an Futter, möchte liegen, kann aber nicht richtig schlafen.

Der Tierarzt muss aufgesucht werden und mit einer Schmerzbehandlung muss begonnen werden.

6- beschrieben wie 5

aber, der Hunde könnte Jaulen vor Schmerzen ohne ersichtlichen Grund, oder wenn er versucht, seine Position zu verändern. Puls und Atmung sind erhöht und flach. Pupillen können geöffnet sein.

Der Tierarzt sollte stärkere Schmerzmittel verschreiben

7- moderate bis starke Schmerzen

Der Hund hat weist selben Symptome wie bei 5 und 6 beschrieben auf, allerdings ist er sehr niedergedrückt und hat kein Interesse an seiner Umwelt. Er bewegt sich nicht vom Fleck und nässt sich ein. Ein zusätzliches Symptom könnte Durchfall sein. Der Hund wird wahrscheinlich bei dem Versuch ihn zu bewegen schreien. Der Hund wird spontan oder auch kontinuierlich fiepen. Puls, Atmung und Blutdruck sind erhöht. Die Pupillen könnten weit geöffnet sein.

Erfordert Schmerzbehandlung unter Tierärztlicher Aufsicht. (Klinikaufenthalt)

8- schwere Schmerzen

Symptome wie bei Stadium 7, nur dass der Hund vermehrt schreit und jault. Der Hund ist so mit dem Schmerz beschäftigt, dass er seine Umwelt nicht mehr wirklich wahr nimmt. Er könnte ruhelos umher wandern. Bei neurotischen oder traumatischen Schmerzen, könnte er vielleicht schreien, wenn man sich ihm nähern möchte. Er hat eine hohe Herzfrequenz und erhöhte Atmung in Verbindung mit der Bauchmuskulatur. Erhöhter Blutdruck.

Hohe Dosen von Schmerzmitteln sind erforderlich, intensiver Tierarztbehandlung

9- schwere bis nicht auszuhaltende Schmerzen

Der Hund reagiert wie bei Stadium 8, aber ist gleichzeitig ungewöhnlich empfindlich. Er zittert unbewusst sobald es eine Berührung in der Nähe der entzündeten Wunde gibt. Bei den Schmerzsymptomen könnten auch neurotische Schmerzen eine Ursache sein. (z.B. eigeklemmter Nerv oder eine Entzündung um einen Nerv) Starke Schmerzmittel sind erforderlich. Wahrscheinlich kann der Schmerz nicht mehr kontrolliert werden. Hilfreich wäre es den Hund zu betäuben um die Ursache zu finden und zu beheben.

Es könnte tödlich enden und erfordert intensive Tierarztbehandlung.

10- nicht auszuhaltende Schmerzen

Der Hund reagiert wie beim Stadium 9., aber er schreit durchdringend oder ist fast im Koma. Er ist unnatürlich empfindlich und Schmerzen werden ausgelöst egal wo man ihn berührt. Der ganze Körper schüttelt sich vor Schmerzen. Selbst große Mengen von Morphin lindern diese schmerzen nicht. Der Hund muss betäubt werden um die Ursache zu finden und Sie zu behandeln.