Archiv für die Kategorie „Hundegesundheit“
Hat Ihr Hund Schmerzen beim Laufen?
Laufen mit der Ausdauer und Geschmeidigkeit eines Wolfes – das wünscht sich jeder Hund, ob groß oder klein, ob alt oder jung, ob Rassehund oder Mischling.
15.000 Jahre Züchtung haben das Bild des Wolfs jedoch sehr verändert und uns eine Rassenvielfalt – vom Pinscher bis zur Dogge – geschenkt. Trotz vieler Unterschiede ist jedem Hund eines auf jeden Fall erhalten geblieben: die Lust am Laufen. Leider ging die Rassenvielfalt oft auf Kosten der Gesundheit und es entstanden unter anderem Hunderassen, die anfällig sind für Erkrankungen wie z.B. Hüftdysplasie, schwache Bänder oder Bandscheibenvorfälle. Falsches Futter und nicht optimal Bewegung unterstützen die ganze Problematik noch.
Viele Hundebesitzer fallen aus allen Wolken, wenn sie nach einem Tierarztbesuch die niederschmetternde Diagnose HD oder Spondylose erhalten. Und viele Herrchen und Frauchen meiner Patienten fragen sich: Warum habe ich nicht gesehen, das es meinem Hund schlecht geht?
Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass auch der Hund über ein ausgeklügeltes Schmerzsystem verfügt, genau wie wir Menschen. Das bedeutet, dass Schmerzen für ihn genauso quälend sind wie für uns. Aber: Hunde zeigen ihren Schmerz völlig anders als wir. Dies liegt an ihrer Entwicklungsgeschichte. Der Hund als Rudeltier sinkt sehr schnell in der Rangordnung, wenn er “Schwäche” signalisiert. Deshalb zeigen Hunde ihre Schmerzen erst dann deutlich, wenn es gar nicht mehr anders geht. Und da Ihr Hund leider nicht sagen kann, dass es ihn schmerzt, bleibt Ihnen als Hundehalter nur die Möglichkeit, ihn genau zu beobachten, um so Hinweise auf eine mögliche schmerzhafte Erkrankung zu bekommen.
Das ist manchmal nicht ganz einfach, denn selbst innerhalb einer Art (Mensch, Pferd, Kuh, Hund) empfindet kein Lebewesen Schmerz wie das andere. Die jeweilige Genetik und Veranlagung beeinflussen das individuelle Schmerzempfinden stark. Durch diese Erkenntnisse wissen wir inzwischen, dass manche Hunderassen schmerzempfindlicher oder eben schmerzunempfindlicher sind. Doch auch innerhalb einer Rasse spricht jeder Hund individuell auf Schmerz an. Großen Einfluss hat z.B. das Temperament Ihres Hundes. So reagieren “hitzige” Typen eher auf Schmerz als ruhigere Naturen.
Akuten Schmerz zu erkennen ist für Sie als Tierhalter leicht, denn er führt in der Regel zu einer plötzlichen Verhaltensänderung bzw. einer direkten Sofortreaktion. Winseln, Hecheln und plötzliches Lahmen oder Schonen einer Gliedmaße sind klassische Symptome für akuten Schmerz. Die alten Griechen nannten den akuten Schmerz daher auch „den bellenden Wächter der Gesundheit“. Er dient Ihrem Hund also als Alarmzeichen damit er sich schont und sein Verhalten anpasst, um die Situation in der es zum Schmerz kam künftig möglichst zu vermeiden.
Anders verhält es sich bei chronischem Schmerz: Dieser ist leider oft wenig auffällig; statt plötzlicher Verhaltensänderungen beobachtet man eher eine verminderte Aktivität. Dabei können von Zeit zu Zeit auch Schübe starker Schmerzen auftreten. Bei Hunden mit chronischen Schmerzen ändert sich oft die Stimmungslage, sie werden reizbar, haben Schlafstörungen, Fellveränderungen, weniger Appetit oder Probleme bei normalen Aktivitäten wie Treppensteigen, Aufstehen und Hinlegen, Ballspielen etc. Die Anzeichen sind vielfältig und stellen sich häufig schleichend ein. Diese Art von Schmerz ist für den Hundekörper nicht mehr als Alarmzeichen von Nutzen und hat sogar weitere negative Auswirkungen wie Herzkomplikationen, Stressdurchfall, Muskelzittern und verzögerte Wundheilung zur Folge. Chronischer Schmerz beeinflusst außerdem die Stimmung Ihres Tieres stark. Oft berichten Hundehalter, dass ihr sonst so fröhlicher Hund nur noch „traurig“ ist oder zu vermehrter Aggressivität, Erregbarkeit und Unausgeglichenheit neigt.
Doch wie erkennen Sie chronische Schmerzen? Wie oben schon erwähnt gibt es feine Anzeichen, die Sie darauf schließen lassen, dass Ihr Hund Schmerzen hat. Diese sind in der nachfolgenden Übersicht aufgeführt. Sollte Ihr Hund eines oder mehrere dieser Anzeichen aufweisen, sollten Sie ihn gründlich untersuchen und von einem Therapeuten bzw. Tierarzt behandeln lassen. Eine Schmerzbehandlung ist nicht nur aus ethischen Gründen erforderlich, sondern auch um Ihren Hund vor weiteren Krankheiten und Schmerzen zu schützen.
• Mag Ihr Hund seit einiger Zeit nicht mehr ins Auto oder aufs Sofa springen?
• Bleibt Ihr Hund seit einiger Zeit an Treppen stehen, oder läuft er nur nach einigem Zögern hinab oder hinauf?
• Wird Ihr Hund neuerdings aggressiv, wenn andere Hunde auf ihn zulaufen und spielen wollen?
• Bevorzugt Ihr Hund nur bestimmte Gangarten (galoppiert oder trabt nur noch zeigt einen sogen. Schweinsgalopp)?
• Haben Sie manchmal den Eindruck, dass Ihr Hund ganz leicht lahmt?
• Wirkt sein Fell trotz guter Pflege auf einmal rau und struppig?
• Hat sich die Aktivität Ihres Hundes deutlich verändert: langsamer, eingeschränkt oder rastloser?
• Frisst Ihr Hund auf einmal schlecht und hat in letzter Zeit vielleicht kontinuierlich an Gewicht verloren?
• Hechelt er häufiger und anhaltender als früher?
• Zittert er anfallsweise oder länger anhaltend?
• Jault Ihr Hund bei abrupten Bewegungen plötzlich kurz auf?
• Wirkt die Rückenmuskulatur härter als früher? Haben Sie den Eindruck er zieht seinen Rücken hoch?
• Gibt es Veränderungen sonstiger Art?
Weitere Informationen über Schmerzen bei Hunden finden Sie unter www.Hunde-Wissen.de
Eike Lubetzki – Arthrose Expertin
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Ein Hundeleben ohne Schmerzen
Praxis für Arthrose und Schmerzbehandlung bei Hunde
Kiwitt 3, 23823 Seedorf
Tel.: 04555-719615
info@hunde-wissen.de
www.hunde-wissen.de – Akupunktur | Fütterung | Kräuter | Massage
Harninkontinenz bei Hunden
Die Harninkontinenz, oder auch Einnässen, ist besonders bei Hunden im fortgeschrittenen Alter ein häufig auftretendes Problem, das nicht nur für die Halter, sondern auch für den Hund sehr unangenehm ist. Das Tröpfeln, das sich meist auch nicht mehr abstellen lässt, wird zu einer großen Belastung. Für die Inkontinenz gibt es verschiedene Gründe. Dazu gehören beispielsweise eine Blasenentzündung, hormonelle Gründe, eine Nervenschädigung oder eine angeborene Fehlbildung der Harnröhrenöffnung oder sie ist die Folge einer Kastration. Die kastrationsbedingte Inkontinenz muss nicht sofort nach der Operation auftreten. Es vergehen oft Jahre, so dass die Halter die Inkontinenz nicht mit der Kastration in Verbindung bringen. Große Rassen sind häufiger von der kastrationsbedingten Inkontinenz betroffen als kleine. Weiterhin gibt es eine Inkontinenz, die durch Stress ausgelöst wird. Stressfaktoren können Angst, Aufregung, Freude und Unruhe sein. Oft setzen auch junge Hunde als Zeichen der Unterwerfung etwas Harn ab.
Harninkontinenz bei alten Hunden
Der Alterungsprozess beim Hund ist mit einem Abbau von Muskelmasse, auch in der Blase und der Harnröhre, verbunden. Die Schließmuskeln sind ebenfalls davon betroffen (Schließmuskelschwäche). Bisweilen ist bereits eine allgemeine Gewebsschwäche vorhanden. Das bedeutet, dass sich die Beckenorgane verlagern können. Manchmal sind chronische Schmerzen beim Hund die Ursache weswegen der Harn nicht mehr zuverlässig gehalten wird.
Bei alten Hunden kann es zudem zu Verhaltensveränderungen kommen, die auf Vergesslichkeit zurückzuführen sind (z.B. der Hund vergisst, dass er draussen Harn absetzen soll).
Auf jeden Fall müssen die Ursachen für eine Inkontinenz vom Tierarzt, von der Tierärztin, genau abgeklärt werden.
Therapieformen
Die Therapie kann dann erfolgreich sein, wenn die Ursachen gefunden werden. Es ist daher wichtig, dass Erkrankungen erkannt und behandelt werden, beispielsweise eine Blasenentzündung.
Sollte eine Missbildung vorliegen, so kann ein chirurgischer Eingriff Abhilfe schaffen. Dabei wird Kollagen in die Schleimhaut der Harnröhre gespritzt, eine weitere Möglichkeit ist ein Teflonimplantat.
Die nach einer Kastration oder im Alter auftretende Inkontinenz kann vom Tierarzt mit Hormontabletten behandelt werden. Dabei werden Östrogene verabreicht. Zur Erhöhung der Muskelspannung in der Harnröhre werden unterstützend Sympathomimetika gegeben.
Alternative Behandlung
Um dem Hund die Belastung durch Medikamente oder Operation zu ersparen, inklusive der entstehenden Schmerzen, ist die piccobello Hundewindel eine schonende und tiergerechte Alternative.
Die Windeln sind einfach anzulegen, verrutschen nicht und nehmen durch eine starke saugfähige Einlage den Urin auf.
Das weiche Material schmiegt sich an den Hundekörper an und macht die Windel für den Hund kaum spürbar. Sie wird in der Regel von allen Hunden problemlos akzeptiert.
Piccobello Hundewindel
Anne Fischer und Mignon Banushi
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79400 Kandern-Riedlingen
Tel.: +49 (0)3222-8839930 (Festnetztarif)
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Ursachen für Arthrose
Stellungsanomalien
Fehl- und Überbelastungen
Vitamin- und Mineralstoffmangel
alterbedingte Abnutzungen oder
genetisch verankerte Schwäche des Stützgewebes
Häufiger Fehler bei Hunden ist die Überbelastung in der Welpen/Jungendzeit.
Das Ergebnis = Arthrose sieht man dann bereits im jugendlichen Alter von 2-5 Jahren. Diese Arthrose hat mit alterbedingter Abnutzung nichts zu tun und wird oft auch mit einer genetischen Schwäche verwechselt.
Dabei ist diese Art von Arthrose hausgemacht und kommt gar nicht so selten vor.
Oft sehe ich Welpen bzw. Junghunde, die völlig ausgepowert werden, die mit rasender Geschwindigkeit am Rad laufen, Stop and Go Frisbeescheiben hinterherlaufen etc. Ohne Zweifel, den Hunden macht dieser Sport Spaß, aber als Besitzer sollte man mit Verstand seinen Hund auslasten. Das plötzliche Stoppen zum Fangen von einem Ball etc. wirkt mit vielfacher Wucht auf die Gelenke. Vergleichbar mit einem stark bremsenden Auto, bei dem man nach vorne geschleudert wird. Durch solch eine übertriebene Bewegung wird der Knorpelaufbau gestört bzw. der gebildete Knorpel wird schon geschädigt in den ersten Lebensmonaten.
Mit ca 1,5 Jahren ist der Hund ausgewachsen, ab jetzt können die Gelenke mehr belastet werden ohne sie abzunutzen. Dann sind Ballspiele, Agility etc. erlaubt.
Noch ein Wort zur Ernährung, gerade großwüchsige Rassen werden in der Wachstumsphase immer restriktiv gefüttert. D. h., sie bekommen nur so viel Futter wie gerade nötig ( Faustregel: Rippen sind immer sichtbar), damit die Tiere nicht zu schnell wachsen. Das verlängert zwar die Wachstumsphase ein wenig, gibt aber genügend Zeit, damit Skelett, Bänder und Gelenke vernünftig mitwachsen und ausreifen können.
Bettina Kurscheid
Tierheilpraktikerin
Alttrachau 2
01139 Dresden
0351/6557448
info@tierheilpraxis-kurscheid.de
www.tierheilpraxis-kurscheid.de
Ernährung bei Arthrose
Die Arthrose ist eine degenerative Gelenkserkrankung die leider bisher noch nicht heilbar ist. Als Ursache gibt es verschiedene Komponenten. Bei Hunden die im Hundesport geführt werden ist oft eine falsche oder Überbelastung sowie eine eventuell vorbestehende Gelenkfehlstellung (z.B. Hüft- oder Ellbogendysplasie) daran beteiligt. Bei „normalen“ Haushunden kann auch eine Gelenkfehlstellung oder auch ein zu hohes Gewicht der Grund sein.
Neben der Physiotherapie, unterstützende Homöopathie oder der Gabe von Schmerzmitteln (nach tierärztlicher Anleitung) gibt es auch die Möglichkeit über die Ernährung unterstützend zu wirken. Eine Arthrose lässt sich nie aufhalten, aber der Verlauf positiv beeinflussen, manchmal sogar durch die o.g. Therapien und die Ernährung fast stoppen.
Wichtig ist, dass der Hund neben möglichst gleichmäßiger Bewegung ein hochwertiges Futter (selbst gekocht, BARF) oder einem guten Industriefutter (kein Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse und Getreide deklariert) erhält. Auf das Getreide reagieren viele Hunde mit Befundverschlechterung (z.B. zunehmendes Lahmen). Wenn Getreide gefüttert wird, sollte glutenfreies Getreide ausgewählt werden wie z.B. Amaranth, Buchweizen, Hirse, Mais, Quinoa und Reis. Weitere glutenfreie, kohlenhydrathaltige Lebensmittel sind Kartoffeln, Sesam und Soja.
Ob es wirklich einen Zusammenhang zwischen getreidelastiger Ernährung und dem Schmerzzustand bei Arthrose gibt, wird von Wissenschaftlern sowie betroffenen Hundehaltern heiß diskutiert. Sicher ist aber, dass Getreide eher nicht auf der Speisekarte des Wolfes und des Hundes steht.
Zusätzlich zur Umstellung des Futters können Kräuter oder Kräutermixe dazugegeben werden. Die Liste reicht vom Ackerschatelhalm, Brennessel, echtem Beinwell, Grünlippmuschelpulver, Ingwer, Teufelskralle, Vitamin C und Weidenrinde. Am besten lassen Sie sich von einem Ernährungsberater oder Tierheilpraktiker der sich mit der Phytotherapie auskennt eingehend beraten.
Durch die Ernährung und die Kräuterzusätze lässt sich oft eine Schmerzmittelgabe reduzieren oder sogar hinausschieben. Ein Versuch ist es wert, da die Kräuter vom Körper weitaus besser vertragen werden wie die handelsüblichen Schmerzmittel
Weitere Informationen unter:
Hundephysio Trittfest
Martina Grosse
Herrenberger Str. 106
71069 Sindelfingen
Tel.: 07031-381311
Handy: 0177-4974365 (ab 18 Uhr)
www.hundephysio-trittfest.de
mail@hundephysio-trittfest.de
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Mein Name ist Sandra Müller, ich bin geprüfte Tierheilpraktikerin nach dem Kurator-Diplom. Meine Hauptschwerpunkte der Behandlung liegen auf der konstitutionellen Homöopathie, Bewegungsanalyse, Bachblütentherapie, Therapeutic Touch, Tierkommunikation und der Verhaltenstherapie für Tiere.
Doch wie bin ich auf die Hundematten von Hunde im Yin & Yang gestoßen?

Durch die Wirbelsäule aller Lebewesen (einschließlich des Menschen) fließt Energie – ansonsten wären wir gar nicht fähig uns zu bewegen. Wird diese Energie durch äußere oder innere Umstände blockiert, so wird sich das unweigerlich auf die Reizweiterleitung zwischen Wirbelsäule und Nervensystem auswirken. Doch nicht nur die Wirbelsäule ist von einem intakten System abhängig, sondern das darunter liegende komplette Gewebe ist oft von einem Stau betroffen. Das lässt sich sehr gut bei Problemen in der hinteren Lendengegend bzw. am Kreuzdarmbeingelenk beobachten. Oftmals lässt sich nach einiger Zeit feststellen, dass auch der Darm und die Niere von der Blockade betroffen sind, was häufig zu Inkontinenz führt. Ebenso ist es natürlich, wenn die Blockade weiter vorne am Körper des Hundes liegt. Die Organe tun sich einfach schwerer ihrer Aufgabe nachzukommen, da sie vom natürlichen und hauptsächlichen Energietransfer abgeschnitten sind.
Bestehende Gelenksentzündungen wie Arthrosen und Arthritis wirken sich dauerhaft unweigerlich ebenfalls auf die Wirbelsäule aus – ebenso wie es umgekehrt der Fall ist. Durch Schmerzen werden Schonhaltungen ergriffen, die sich auf den gesamten Knochenapparat auswirken können. Ich bitte Sie deshalb, sich niemals nur der Auswirkung der Krankheit festzuhalten, sondern das erkrankte Gebiet, den Hund in der Ganzheit, zu erkennen.
So wie es auch das homöopathische Prinzip erfordert: Niemals die Auswirkung der Krankheit alleinig betrachten, sondern an der Ursache arbeiten – oder:
Heilung geschieht immer von Innen nach Außen, jedoch niemals von Außen nach Innen.
Die von Hunde im Yin & Yang empfohlenen Hundeschlafplätze mildern nun sehr gelenkschonend den Druck des Hundekörpers ab und ermöglichen somit eine entspanntere Schlafhaltung. Gerade bei älteren und kranken Hunden sind diese Unterlagen sehr zu empfehlen – auch wir Menschen hatten in grauer Vorzeit keine Matratzen zur Verfügung und erfreuen uns heute jedoch immer mehr an der für uns passenden Schlafmatratze. Dem heutigen Hund ergeht es in dieser Hinsicht nicht anders, er lebt nicht mehr in der Natur, in der der alte Wolf sich nicht mehr verteidigen konnte und seinen natürlichen Feinden erlag. Ein Hund mit Arthrose oder Knochenbeschwerden wäre dort undenkbar, er würde unweigerlich den Naturgesetzen unterliegen. Unsere zivilisierten Hunde hingegen können mit unserer Hilfe ein längeres und unbeschwerteres Leben genießen. Nicht nur der Mensch, sondern ebenso der Hund ist für Zivilisationskrankheiten empfänglich.
Manche Hunde sind durch ein oftmals (leider) zu hoch gegriffenes Zuchtziel zudem anfällig für Gelenksprobleme wie Hüftgelenksdysplasie, Lumbago`s (die sogenannte Dackellähme – die aber natürlich nicht nur Dackel betreffen kann), hervorspringende Kniegelenke und eine insgesamt zu lockere Aufhängung der Gelenke. Durch das passende homöopathische Konstitutionsmittel, durch zufüttern der passenden Mineralien und durch regelmäßige und schonende Bewegung kann dieser Vorgang abgemildert werden und den Hunden ein weitgehend schmerzfreies Leben ermöglicht werden. Manchmal lässt sich eine Operation nicht vermeiden, doch auch diese kann durch den Einsatz homöopathischer Mittel zu einem schnelleren Heilungsprozess geführt werden.
Ich berate sie gerne weiter, ggfs. auch mittels E-Mail oder telefonisch.
Meine Adresse:
Mobile Tierheilpraxis
Sandra Müller
Mühlbachgraben 4
97519 Riedbach/Mechenried
Tel. 09526/981815 oder 0172/1478356
E-Mail: sandra.mueller76@gmx.de
Internet: www.tierheilpraxis-mueller.de.tl
Schmerzhinweise bei Gelenks-und Wirbelsäulenerkrankungen
In der Tiermedizin hat die Bekämpfung von Schmerzen einen verständlicherweise sehr hohen Stellenwert; Schmerzen und Leiden beim Tier schränken die Lebensqualität unserer vierbeinigen Gefährten ein und nicht zuletzt geben uns auch das Tierschutzgesetz und die Ethik die Verpflichtung auf, diesen Zustand zu vermeiden.
Doch was ist Schmerz, warum gibt es ihn eigentlich überhaupt? Die internationale Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (IASP) definiert Schmerz folgendermaßen:
“Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben werden kann”
Zunächst muß man wissen, daß Schmerzen ein Warnsystem des Körpers, also eine Alarmanlage darstellen. Ziel ist es, durch Schmerz ein sogenanntes Vermeidungsverhalten zu erreichen (Bsp.: Die heiße Herdplatte, die man nach einmalig schlechter Erfahrung nicht nochmals berührt). In diesem Fall spricht man dann vom “physiologischen Schmerz”, der eine Schutzfunktion hat. Doch wenn die schädliche Einwirkung anhält, der Schmerz chronisch wird, dann verliert er seine ursprüngliche Schutzfunktion und wird zum “pathologischen Schmerz”.
Solche dauerhaften oder immer wiederkehrenden Schmerzen schränken die Lebensqualität stark ein und sollten behandelt werden. Grundsätzlich sollte die Ursache, also die Grunderkrankung therapiert werden, aber dies ist in manchen Fällen nicht möglich bzw. es hat sich bereits durch eine Chronifizierung ein Schmerzgedächtnis gebildet.
Das Schmerzgedächtnis kann langfristig sogar deutlich stärkeren Schmerz hervorrufen, als der eigentliche Schmerzreiz. Es setzt sich so nun eine Spirale in Gang, die anfangs vielleicht nur eine geringgradige Ursache hatte, aber die Chronifizierung letztendlich den normalen Lebensalltag nicht mehr zulässt, auch bei bereits behobener Ursache.
Gerade im Bereich der Orthopädie gibt es dafür zahlreiche Beispiele. Da unsere Tiere sich verbal nicht äußern können, sind wir als Tierärzte neben unterschiedlichen diagnostischen Verfahren auch auf die Beobachtungen der Tierhalter angewiesen. Hier einige Beispiele für mögliche Schmerzhinweise beim Hund:
Der Hund zeigt ein bestimmtes Vermeidungsverhalten in seinem Alltag (Steigt z.B. keine Treppen mehr)
Er scheint für eigentlich routinierte Handlungen länger zu brauchen, so springt er nur nach mehrmaliger + Aufforderung ins Auto, scheint durch sein Zögern zu überlegen, wie er den Sprung / die Landung so wenig schmerzhaft wie möglich ausführen kann.
Das Schmatzen kann ebenfalls ein Zeichen einer Schmerzäußerung sein.
Er sitzt schräg und entlastet eine Seite der Hüfte in dieser Stellung, beim Hinsetzen dreht er sich erst mehrfachst um sich selbst.
Der Hund vermeidet im Liegen eine bestimmten Seite.
Er steht steif, der Rücken ist etwas nach oben gewölbt.
Unser Vierbeiner vermeidet beim Spaziergang eine bestimmte Gangart (Schritt, Trab und Galopp sind die drei Grundgandarten), er zeigt Passgang (Vorder- und Hintergliedmaßen der selben Seite werden gleichzeitig nach vorne geführt).
Verhaltensänderungen von “nicht mehr Spielen wollen” bis hin zur Aggressivität können genauso Schmerzsymptome sein, wie ein Leistungsabfall im Hundesport. Grundsätzlich kann kein Hund im Sport oder Beruf (Dienst- und Jagdhunde) mit Schmerzen auch nur ansatzweise die Leistung erbringen, wie ein schmerzfreier, gesunder Hund.
Verschaffen Sie ihrem Liebling Linderung mit einem Schlafplatz von Hunde im Yin & Yang
Die Wirbelsäule besteht beim Hund aus 7 Halswirbeln, 13 Brustwirbeln, 7 Lendenwirbeln, dem Kreuzbein und einer Anzahl an Schwanzwirbeln.
Alle Wirbel sind mehr oder weniger gelenkig miteinander verbunden, weshalb grundsätzlich auch alle Erkrankungsformen von Gelenken -z.B. Arthrosen- hier in Erscheinung treten können.
Jeder einzelne Wirbel besteht aus einem Wirbelkörper (Zwei hintereinander gelegene Wirbelkörper werden durch die Zwischenwirbelscheibe / Bandscheibe getrennt), Querforsätzen, Gelenkfortsätzen und einem Dornfortsatz.
Die kettenartig aneinander gereihten Wirbel bilden zudem den knöchernen Kanal, durch den das Rückenmark verläuft. Seitlich treten dann vom Rückenmark ausgehend die sogenannten Spinalnerven zwischen den einzelnen Wirbeln heraus. Neben akuten Erkrankungen der Wirbelsäule – z.B. Bandscheibenvorfall / Discusprolaps, kommt es bei sehr vielen Hunden oft zu starken degenerativen Erkrankungen.
Dazu gehören Veränderungen der Wirbelkörper, sogenannte Spondylosen.
Dabei handelt es sich um knöcherne Zubildungen und Ausziehungen, die von einer minimalen Häkchenbildung bis hin zur massiven knöchernen Brückenbildung zwischen zwei Wirbelkörpern (“Bambuswirbelsäule”) auftreten können.
Sind die Wirbelbogengelenke degenerativ und arthrotisch verändert, handelt es sich um Spondylarthrosen. Je nach Ausmaß dieser Veränderungen kommt es zu Einschränkungen der Beweglichkeit der Wirbelsäule und durchaus zu sehr starken Schmerzzuständen.
Die Diagnose der Spondylose und Spondylarthrose lässt sich sehr gut über eine entsprechende Röntgenaufnahme stellen; klinisch zeigen die Hunde oft eine deutliche Schmerzsymptomatik. Sie sind berührungsempfindlich, vermeiden bestimmte Bewegungsmuster und zeigen eine Schonhaltung.
Durch die Palpation bestimmter, typischer Punkte kann die Diagnose noch untermauert werden. Auch muß erwähnt werden, daß es bei bestimmten Rassen bevorzugt zum Auftreten dieser Erkrankungen kommt (z.B. Boxer), grundsätzlich aber sind alle Hunderassen und Mischlinge -besonders im etwas fortgeschrittenen Alter- gefährdet.
Heilbar sind diese Veränderungen leider nicht, die Therapie besteht vielmehr in der Erhaltung der Lebensqualität im Sinne der Schmerzfreiheit für den Hund.
Im Gegensatz zu akuten Erkrankungen der Wirbelsäule ist hier nicht der chirurgische Eingriff vordergründig, sondern eben eine Form der dauerhaften Schmerztherapie zu empfehlen.
Verschaffen Sie ihrem Liebling Linderung mit einem Schlafplatz von Hunde im Yin & Yang
Die Ellbogendysplasie (ED)
Von der Ellbogendysplasie spricht man, wenn beim Hund die knöchernen Anteile des Ellbogengelenks – also der Oberarmknochen (Humerus), die Elle (Ulna) und die Speiche (Radius)- nicht exakt zusammenpassen.
Somit kommt es zu einer bisweilen sehr starken funktionellen Einschränkung dieses Gelenks, verbunden mit höchstgradiger Schmerzhaftigkeit.
Die Ellbogendysplasie ist als Entwicklungsstörung des heranwachsenden Hundes durch einen chronischen Verlauf charakterisiert. Grundsätzlich können viele Rassen -und natürlich auch Mischlinge- von dieser Erkrankung betroffen sein, doch sind es vor allem die großen bis sehr großen Rassen, die hier bedauerlicherweise imVordergrund stehen.
Diese Erkrankung ist vererbbar und grundsätzlich nicht heilbar, lediglich bei den drei klassischen Läsionen / Manifestationsformen sollte und kann chirurgisch sinnvoll eingegriffen werden (FCP, OCD und IPA; siehe weiter unten).
Das wichtigste Ziel einer Therapie ist aber vor allem die Schmerzfreiheit für den Hund, d.h. die Erhaltung seiner Lebensqualität. Auch und gerade nach einem chirurgischen Eingriff.
Die Ellbogendysplasie geht mit der Bildung von Arthrosen einher, die gemeinsam mit Läsionen für die Schmerzhaftigkeit verantwortlich sind. Dadurch, daß die knöchernen Gelenksanteile nicht genau aufeinander passen (Inkongruenz), kommt es zu Umbauvorgängen im Gelenk (Osteoarthrose).
Die “International Elbow Working Group” zieht das Ausmaß der arthrotischen Veränderungen heran, um eine Einteilung der Ellbogendysplasie von Grad 0 (Normal) bis Grad III (Schwere Arthrose) vorzunehmen. Einige Zuchtverbände von besonders gefährdeten Rassen, schreiben ihren Züchtern eine entsprechende Röntgenuntersuchung vor, bevor die Hunde zur Zucht zugelassen werden.
Angeborene Ellbogenluxation bzw. -subluxation, ausbleibende Verknöcherung des Ellbogenanteils des Oberarms und die oben genannten Erkrankungen des FCP (“Fragmentierung des Processus coronoideus der Ulna), OCD (Osteochondrosis dissecans) und IPA (Isolierter Processus anconaeus der Ulna) begünstigen die Entstehung von Arthrosen.
Die OCD beschreibt die Ablösung einer Gelenknorpelschuppe am Rollhöcker des Oberarms, der IPA besagt einen isolierten Ellbogenfortsatz der Elle durch nicht ausreichend stattgefundene Verköcherungsvorgänge beim jungen Hund und der FCP ist u. a. ebenfalls die Folge einer Wachstumsstörung (Die Speiche bleibt in ihrem Wachstum zurück und die Elle wird so überbelastet; sog. “Short Radius Syndrom”).
Durch die entstehenden Schmerzen und die eingeschränkte Funktionalität gehen die oft noch sehr jungen Hunde lahm, sie versuchen die betroffene Gliedmaße zu schonen, zu entlasten.
Dies führt aber schon bald zu Muskelatrophien und zu einer möglichen Schädigung der anderen Seite sowie unter Umständen auch der Wirbelsäule. Die entsprechenden Ellbogengelenke sind meist verdickt, bedingt durch eine vermehrte Füllung.
Bei Berührung sind die Gelenke deutlich schmerzhaft. Um eine Überlastung der geschädigten Gelenke zu vermeiden, sollten die Hunde so langsam wie möglich auswachsen und unbedingt “Idealgewicht” haben.
Jedes Gramm zu viel belastet die Gelenke unnötig. Als sinnvolle Schmerztherapie hat sich die Goldakupunktur bewährt, auch nach einem möglicherweise notwendigen chirurgischem Eingriff bei OCD, FCP oder IPA. Die Arthrosenbildung kann allerdings durch eine Operation nicht aufgehalten werden.
Verschaffen Sie ihrem Liebling Linderung mit einem orthopädischen Schlafplatz von Hunde im Yin & Yang
Bei vielen Hundehaltern und Züchtern wird die Hüftgelenksdysplasie (“dys” = altgriech. “schlecht”, “fehl” und “plassein” = altgriech. “bilden”, “formen”) immer wieder thematisiert.
Es handelt sich bei dieser Erkrankung um ein Missverhältnis der Hüftgelenksanteile mit zum Teil schweren und sehr schmerzhaften Auswirkungen für den Hund.
Die Hüftpfanne (Acetabulum) und der Oberschenkelkopf (Caput ossis femoris) bilden mit der Gelenkkapsel ein kugelförmiges Gelenk, das Hüftgelenk.
Von einer Dysplasie spricht man, wenn der Oberschenkelkopf nicht optimal in die Hüftgelenkspfanne passt. Erste Hinweise können sich beim jungen Hund durch den sog. Ortolani Test ergeben.
Um den Schweregrad dieses Missverhältnisses aber genau definieren zu können, zieht man sinnvollerweise die Röntgendiagnostik zu Hilfe. Da zur einwandfreien Beurteilung eine spezielle Lagerung des Hundes notwendig ist, findet diese Aufnahme unter einer Kurznarkose statt.
Anhand der Röntgenaufnahme wird dann als wesentliches Kriterium der Norbergwinkel (bei gesunden, HD-freien Hunden ist dieser größer als 105 Grad) gemessen und ausgewertet. Aber auch die Kongruenz und die Weite des Gelenkspaltes, Arthrosen, Form des Hüftgelenkkopfes, Überlastungsanzeichen, die sogenannte Morgan Linie und weitere Aspekte werden zur Beurteilung hinzugezogen.
Nach diesen Kriterien kann dann eine Einteilung in den entsprechenden Schweregrad vorgenommen werden. Die züchterische Begutachtung für die jeweiligen Hundeverbände werden von ausgewiesenen tierärztlichen Gutachtern vorgenommen.
Dies ist nicht nur für Züchter wichtig, sondern bspw. auch für die Diensthunde bei Zoll und Polizei, bei denen eine HD-Freiheit entscheidendes Ankaufkriterium ist.
Die Einteilung<
A (A1 / A2, HD frei):
röntgenologisch unauffälliges Gelenk, Norbergwinkel gleich / größer 105 Grad
B (B1 / B2, HD Verdacht):
Leicht ungleichmäßiges / inkongruentes Gelenk mit Norbergwinkel gleich / größer 105 Grad oder gleichmäßiges, kongruentes Gelenk mit Norbergwinkel unter 105 Grad
C (C1 / C2, leichte HD):
Ungleichmäßiges, inkongruentes Gelenk, Norbergwinkel unter 100 Grad, es können bereits schon arthrotische Veränderungen vorhanden sein
D (D1 / D2, mittlere HD):
Veränderungen des Pfannenrandes mit deutlich ungleichmäßigen Gelenksanteilen, arthrotische Veränderungen sind vorhanden, Norbergwinkel größer 90 Grad
E (schwere HD):
Arthrotische Veränderungen, deutliche Abflachung des Pfannenrandes, Norbergwinkel unter 90 Grad.
HD belastete Hunde zeigen -je nach Rasse und Schweregrad- klinische Symptome bereits ab einem halben Jahr. Es kommt oftmals zu Gangbildanomalien,die betroffenen Hunde möchten nicht mehr so gerne spielen oder ins Auto springen, Treppensteigen fällt ihnen schwer, sie sitzen auffällig auf der Seite oder haben Mühe aufzustehen.
Durch diesen schmerzhaften Prozess versuchen die Hunde nun das betreffende Gelenk mehr zu entlasten, wodurch nicht nur die andere Seite, sondern auch die Wirbelsäule und die Gelenke der Vordergliedmaße eine Mehrbelastung übernehmen müssen.
Dies bleibt aber natürlich auch bei diesen Strukturen nicht ohne Auswirkungen und es kann in der Folge auch zu Gelenksveränderungen an diesen Stellen kommen. Zusätzlich bildet sich zumeist am geschonten, minderbelastetem Gelenk der Hüfte die Muskulatur zurück (Atrophie), was wiederum zu weiterer Instabilität dieses Gelenkes führt. Beim gesunden Gelenk dient die umliegende Muskulatur zusätzlich als “Stützkorsett”.
Bitte beachten Sie: dieser Beitrag ist nur als beratender Wegweiser gedacht. Er ersetzt keinesfalls den Gang zum Tierarzt.
Es ist verkehrt zu denken, dass Tiere Schmerzen anders Empfinden als Menschen. Aber auch da kann es natürlich individuelle Unterschiede geben, genauso wie bei Menschen.
Schmerzen sind für Menschen wie auch für Tiere sehr unangenehm. Schmerzen ist etwas was man bemerkt, aber ebenso hat es etwas mit dem eigenen Gefühlsempfinden zu tun
Schmerzen sind ein komplizierter Prozess, zum Teil wird Dieser geleitet vom Nervensystem oder auch über Schmerzerfahrungen. Das macht sich besonders dann bemerkbar, wenn man auf die Reaktionen bevorstehender Schmerzen achtet. Aufgrund dieses Aspektes gibt es keinen Unterschied vom Mensch zu Tier. Wenn man einem Tier jeden Tag Schmerzen zuführen würde (z. B. Spritzeneingabe), so würden die Reaktionen des Tieres von Tag zu Tag immer Schlimmer werden, da Ihm die Erfahrung gelehrt hat, das Spritzen Schmerzen verursachen.
Man sollte bedenken, dass Welpen und Junghunde über sehr geringe Schmerzerfahrung verfügen, dass bewirkt häufig, dass Sie Schwierigkeiten haben ihre Schmerzen konkret zu zeigen.
Es ist sehr schwierig zu beurteilen, wie starke Schmerzen ein Hund hat oder er vielleicht bekommen könnte. Es finden sich keine Messergebnisse bei der Beurteilung von Schmerzen. Zum Teil ist es abhängig davon wie gut man seinen Hunde und seine Reaktionen aus Schmerzen kennt.
Seien Sie Aufmerksam ob der Hund weiterhin mit dem Stärt wedelt als Antwort auf ein Kommando oder auf eine Berührung, selbst ob er moderate oder starke Schmerzen hat.
Deshalb darf das wedeln nicht als schmerzfreie Situation aufgefasst werden. Zusätzlich ist bei einigen Rüden bei der oben genannten Schmerzreaktion ein vorschieben des Penis zu beobachten
Schmerzen können nach einer Schmerzscala in 10 Stufen beurteilt werden, unter Berücksichtigung von den Reaktionen des Hundes und anderen Begebenheiten.
Wir haben hier als Beispiel Bauchschmerzen/ Schmerzen am Bein verwendet.
0- überhaupt keine Schmerzen
Der Hund läuft, hüpft spielt und isst. Er sitzt und geht normal. Schläft und träumt gut.
Er fordert die normalen Schmuseeinheiten ein. Der Puls ist normal, kann aber etwas erhöht sein aufgrund von Aufregung. Der Hund passt seinen Pelz, wenn er keine Schmerzen hat. Der Appetit ist normal.
1- wahrscheinlich keine Schmerzen
Der Hund wirkt normal, aber die Bewertung ist nicht so klar zu erkennen wie oben genannt. Der Puls sollte normal sein, oder leicht erhöht wenn der Hund aufgeregt ist.
2- leichtes Unbehagen
Der Hund isst und schläft, aber träumt vielleicht nicht. Er wedelt leicht oder versucht sich einer Berührung zu entziehen, wenn man z. B. eine Wunde berührt. Aber er zeigt keinerlei anderer Zeichen von Unbehagen oder wirkt niedergedrückt. Die Atmung kann etwas schneller sein, der Puls leicht erhöht. Der Hund wird öfters längere Zeit wedeln.
3- leichtere Schmerzen
Der Hund versucht seine Wunde zu schützen. Bei Bauchschmerzen liegt er häufig flach auf dem Bauch. Der Hund sieht leicht Niedergedrückt aus und findet schlecht Ruhe. Er Zittert vielleicht etwas. Er scheint interessiert am Futter, frisst aber nur sehr wenig und ist wählerisch.- Es könnte eine weitere Entwicklung von Stufe 2 sein, d. h es eine Veränderung von leichtem Unbehagen zum unruhig werden, wenn z. B. Schmerzmittel ihre Wirkung verlieren. Die Atmung kann erhöht sein und auch flachatmig auftreten. Der Puls kann normal oder erhöht sein. Selbst bei Schmerzen kann es sein, dass die Hunde mit dem Stärt wedeln, deshalb ist es nicht gesagt, dass es dem Hund gut geht.
Schmerbehandlung wäre hier schon zu empfehlen
4- leichte bis moderate Schmerzen
Der Hund wiedersetzt sich einer Berührung, an der Stelle wo es Ihm schmerzt. Der Bauch ist gespannt und wund. Er geht etwas steif auf seinen 4 Beinen. Er guckt häufig zur Wunde und leckt die betroffene Stelle wo die Schmerzen auftreten. Häufig sitzt der Hund oder liegt flach auf dem Boden. Er rollt sich nicht entspannt zusammen. Vielleicht bleibt er mehrere Stunden in seiner Position liegen, ohne einen Stellungswechsel, da Ihm dies Schmerzen bereiten würde. Er zittert vielleicht. Der Hund ist vielleicht interessiert am Futter, frisst auch ein wenig, stoppt aber nach ein paar Bissen. Die Atmung ist erhöht und oberflächlich. Der Puls ist normal oder erhöht. Die Pupillen sind möglicherweise groß und geöffnet. Eventuell fiept der Hund er steht sehr langsam auf, beim aufstehen hängt der Stärt. Bei Schmerzen am Bein wird versucht das Gewicht auf die gesunden Beine oder auf die Zehen zu verlagern, um den Schmerz zu mindert. Der Hund wirkt Niedergedrückt.
Es sollte eine Schmerzbehandlung begonnen werden und der Tierarzt aufgesucht werden.
5- moderate Schmerzen
Der Zustand des Hundes ist verschlechtert in Bezug auf Stadium 4.Der Hund ist zu nichts zu bewegen. Er hat keinen Appetit. Eventuell schnappt er nach Ihnen, wenn Sie seine schmerzhafte Stelle berühren möchten. Der Hund wird möglicherweise stark zittern oder auch schreien, wenn man versucht Ihn zu bewegen oder sich ihm nur nähert. Er versucht deutlich seinen Bauch zu beschützen, wenn die Schmerzen daher rühren. Bei Schmerzen im Bein, versucht er deutlich das kranke Bein nicht zu belasten. Die Ohren liegen an, Puls und Atmung sind erhöht. Kein Interesse an Futter, möchte liegen, kann aber nicht richtig schlafen.
Der Tierarzt muss aufgesucht werden und mit einer Schmerzbehandlung muss begonnen werden.
6- beschrieben wie 5
aber, der Hunde könnte Jaulen vor Schmerzen ohne ersichtlichen Grund, oder wenn er versucht, seine Position zu verändern. Puls und Atmung sind erhöht und flach. Pupillen können geöffnet sein.
Der Tierarzt sollte stärkere Schmerzmittel verschreiben
7- moderate bis starke Schmerzen
Der Hund hat weist selben Symptome wie bei 5 und 6 beschrieben auf, allerdings ist er sehr niedergedrückt und hat kein Interesse an seiner Umwelt. Er bewegt sich nicht vom Fleck und nässt sich ein. Ein zusätzliches Symptom könnte Durchfall sein. Der Hund wird wahrscheinlich bei dem Versuch ihn zu bewegen schreien. Der Hund wird spontan oder auch kontinuierlich fiepen. Puls, Atmung und Blutdruck sind erhöht. Die Pupillen könnten weit geöffnet sein.
Erfordert Schmerzbehandlung unter Tierärztlicher Aufsicht. (Klinikaufenthalt)
8- schwere Schmerzen
Symptome wie bei Stadium 7, nur dass der Hund vermehrt schreit und jault. Der Hund ist so mit dem Schmerz beschäftigt, dass er seine Umwelt nicht mehr wirklich wahr nimmt. Er könnte ruhelos umher wandern. Bei neurotischen oder traumatischen Schmerzen, könnte er vielleicht schreien, wenn man sich ihm nähern möchte. Er hat eine hohe Herzfrequenz und erhöhte Atmung in Verbindung mit der Bauchmuskulatur. Erhöhter Blutdruck.
Hohe Dosen von Schmerzmitteln sind erforderlich, intensiver Tierarztbehandlung
9- schwere bis nicht auszuhaltende Schmerzen
Der Hund reagiert wie bei Stadium 8, aber ist gleichzeitig ungewöhnlich empfindlich. Er zittert unbewusst sobald es eine Berührung in der Nähe der entzündeten Wunde gibt. Bei den Schmerzsymptomen könnten auch neurotische Schmerzen eine Ursache sein. (z.B. eigeklemmter Nerv oder eine Entzündung um einen Nerv) Starke Schmerzmittel sind erforderlich. Wahrscheinlich kann der Schmerz nicht mehr kontrolliert werden. Hilfreich wäre es den Hund zu betäuben um die Ursache zu finden und zu beheben.
Es könnte tödlich enden und erfordert intensive Tierarztbehandlung.
10- nicht auszuhaltende Schmerzen
Der Hund reagiert wie beim Stadium 9., aber er schreit durchdringend oder ist fast im Koma. Er ist unnatürlich empfindlich und Schmerzen werden ausgelöst egal wo man ihn berührt. Der ganze Körper schüttelt sich vor Schmerzen. Selbst große Mengen von Morphin lindern diese schmerzen nicht. Der Hund muss betäubt werden um die Ursache zu finden und Sie zu behandeln.


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